Pro Deutschland in Lübeck

pro-deutschland-luebeckAm 23.02.2013 versuchte die rechtspopulistische und rassistische Sekte „Pro Deutschland“ in der Lübecker Fußgängerzone, Unterschriften für die Kandidatur zur Bundestagswahl zu sammeln und ihre rassistische Propaganda zu verbreiten.

Mit dabei waren u.a. auch Lars Seidensticker und Manfred Rouhs, sowie vier weitere Personen. Weitgehend abgeschottet von etwa 40 bis 50 Bullen blieb die selbsternannte „Bürgerbewegung pro Deutschland“ jedoch weitgehend unter sich. Trotz der extrem kurzfristigen Mobilisierung versammelten sich kurz nach Beginn des Standes etwa 40 Antifaschist_innen vor Ort, so dass die Pro-Rassisten sich nicht allzu weit von ihrem Stand entfernten und nur vereinzelt Passant_innen mit Migrationshintergrund anpöbeln konnten. Der Zuspruch der Passant_innen blieb trotz des betont bürgerlichen Auftretens der Salonfaschisten marginal. Nach nur etwa 75 Minuten verzog sich der klägliche Haufen und beschloss, sich lieber unter Polizeischutz im Lübecker „Ratskeller“ einen hinter die Lampe zu gießen.

Lars Seidensticker kommentiere wenige Stunden nach ihrem blamablen “Besuch” in Lübeck:

“Immer wieder gelang es einzelnen aus dem schwarzen Block massiv drohend auf die Sammler der Unterschriften zuzukommen und sie zu beleidigen und zu bedrohen. Nach einer Stunde musste der Stand aufgrund der massiven Beeinträchtigungen abgebaut werden. Wir zogen uns dann auf ein Gespräch in den Ratskeller zu Lübeck zurück. Die Antifa belagerte daraufhin die Gaststätte , die unter massiven Polizeiaufgebot geschützt werden musste. Alle eintreffenden unbeteiligten Gäste mussten sich einer Personenkontrolle unterziehen. Die Wirtin forderte uns nach einer Stunde auf, den Ratskeller zu verlassen, da die Situation geschäftsschädigend sei. Daraufhin mussten wir das Gasthaus durch den Keller und Hinterausgang verlassen und wurden unter Polizeischutz zu unseren Fahrzeugen verbracht.”

Quelle: linksunten.indymedia.org